Wie aus dunklen Dachböden helle Wohnräume entstehen

Dachfenster und Gauben sind beim Dachbodenausbau von erheblicher Bedeutung und bieten unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Foto: Informationsverein Besser Bauen IVBB
Dachfenster und Gauben sind beim Dachbodenausbau von erheblicher Bedeutung und bieten unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Foto: Informationsverein Besser Bauen IVBB

(sl). Zusätzlicher Wohnraum unter der Dachschräge wird immer beliebter. Zudem stehen zur Finanzierung des Dachausbaus verschiedene staatliche Fördertöpfe zur Verfügung. Aus manch düsteren Dachkammern lassen sich relativ schnell und einfach lichtdurchflutete Wohnflächen schaffen. Gauben und Dachfenster sind dabei von erheblicher Bedeutung.

Wer auf Dachgauben setzt, gewinnt in erster Linie mehr Platz im Zimmer. Von Vorteil ist dies vor allem bei kleineren Dachräumen und einem niedrigen Kniestock – wenn die Dachschrägen bereits knapp über dem Fußboden beginnen. Alternativ bieten sich Dachfenster mit speziellen Aufkeilrahmen an. Dabei wird das Fenster um etwa zehn Prozent steiler als das Dach – zusätzlicher Raum wird gewonnen. Gauben verändern die Optik des Dachraums sowie die Architektur des Hauses selbst. Zudem wird auch im Dachgeschoss der Einbau senkrechter Fenster möglich. Dachgauben gibt es in unterschiedlichen Formen: Von Schlepp- und Flachgauben, sowie Spitz- bzw. Dreieckgauben bis hin zu weit ausschwingenden Fledermausgauben. Für eine einfache Gaube ist mit etwa 1.300 Euro Mehrkosten zu rechnen. Dreieck- oder gar Fledermausgauben sind mehr als doppelt so teuer. Zu beachten ist auch, dass die meisten Gauben im Gegensatz zu Dachfenstern genehmigungspflichtig sind. Soll ein Solarkollektor auf dem Dach errichtet werden, so ist zu berücksichtigen, dass trotz Gauben noch ausreichend Dachfläche für deren Montage verbleibt.

Größter Vorteil von Dachfenstern ist die bis zu drei Mal höhere Lichtausbeute. Während Dach und Seitenwände der Gaube den Lichteinfall behindern, werden Räume mit Dachflächenfenstern von Tageslicht durchflutet. Als Faustregel gilt: Die Dachfenster sollten in ihrer Gesamtbreite mehr als die Hälfte der Breite des Wohnraumes einnehmen. Dabei können die Fenster übereinander und nebeneinander als großzügige Kassetten angeordnet werden. Um einen guten Blick aus der Dachwohnung zu erhalten, sollte die Fensterunterkante möglichst knapp über dem Fußboden liegen. Je höher die Fenster liegen, desto heller wird der Raum. Sogenannte Überfirstverglasungen bieten zudem einen grenzenlosen Himmelsblick. Auf einen ausreichenden Hitzeschutz ist außerdem zu achten, da die Sonne tagsüber zumeist senkrecht auf die Dachfenster trifft. Einen interessanten Aspekt bieten Dachfenster auch durch die unterschiedlichen Lüftungsmöglichkeiten. Schwingfenster bieten im Gegensatz zu herkömmlichen Fenstern den Vorteil einer sehr feinen Regulierung der Frischluftzufuhr. Je nach Öffnung strömt unten Kaltluft durch den unteren Lüftungsspalt ein und Warmluft oben aus. Und: Selbst bei Regen bleibt der Dachraum trocken.

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