Verjüngungskur für das Badezimmer

Vorher: Ein Bad aus den 60er Jahren, schmucklos und trist.
Vorher: Ein Bad aus den 60er Jahren, schmucklos und trist.

(sl). Ein schönes Badezimmer ist der ideale Ort, um Körper und Seele zu verwöhnen, denn ein genussvolles Ambiente fördert bekanntermaßen die Regeneration. Ist das Bad jedoch in die Jahre gekommen, geht der Wohlfühleffekt schnell verloren. Wer seinen „Waschraum“ nicht nur für die Katzenwäsche nutzen möchte, sollte eine Verjüngungskur des Badezimmers strategisch vorbereiten:

Eine gründliche Bedarfsanalyse ist der Grundstock der Renovierung, egal wie umfangreich sie ausfallen wird. Jetzt besteht die Möglichkeit, all das zu ändern, was einem im Bad stört. Dabei gilt zu bedenken, dass sich die Badezimmersituation zukünftig ändern könnte. Wer Nachwuchs plant, sollte das bei einer Badsanierung berücksichtigen, und auch ans Alter sollte gedacht werden: Viele Ideen für ein barrierefreies Bad, wie ebenerdige Duschen oder höhenverstellbare Waschbecken, haben zahlreiche Hersteller im Programm.

Erste Orientierung bei der weiteren Vorbereitung ist das Anfertigen einer Grundrissskizze, in der Fenster, Türen sowie die Sanitäranschlüsse eingetragen sind. So verrennt man sich nicht in eine Wellnessoase, wenn der Platz nur für das Standardprogramm ausreicht. Das Sichten von Herstellerprospekten schafft einen ersten Preisüberblick. Auch in den Printmedien gibt es zahlreiche Fachtitel zum Thema Bad, die unterschiedliche Einrichtungsbeispiele in allen Größenordnungen und Preisklassen vorstellen. Wer die Möglichkeit hat, sich in einer Badausstellung beraten zu lassen, sollte dies nutzen: Viele Fachhändler bieten eine unverbindliche, oftmals dreidimensionale Planung am Computer an, die einen sehr realistischen Eindruck vom neuen Bad vermittelt.

Nachher: Größer, heller und schöner wirkt das renovierte Badezimmer. Fotos: Velle Bau GmbH, Schwangau
Nachher: Größer, heller und schöner wirkt das renovierte Badezimmer. Fotos: Velle Bau GmbH, Schwangau

Im Zuge einer Komplettrenovierung lohnt es sich, über eine optimierte Anordnung der Sanitärobjekte nachzudenken. Neu verlegte Rohre waren früher mit viel Schmutz und Aufwand verbunden, da die Wände aufgestemmt werden mussten. Bei einer Vorwandinstallation legt man heute die Rohre vor das Mauerwerk. Sie verschwinden anschließend hinter Leichtbauelementen, die zudem als praktische Ablageflächen dienen.
Pfiffige Tricks in kleinen Bädern helfen bei optischen Vergrößerungen: Diagonal verlegte Bodenfliesen in kühlen Farben wie Blau oder Blau-Grün lassen Wände „zurücktreten“. Die Duschabtrennung aus Echtglas wirkt so transparent, dass man durch sie weiter hindurchsieht, und geschickt angebrachte Spiegel heben räumliche Grenzen nahezu auf. Wichtig ist auch eine schattenfreie Beleuchtung, sonst wirkt der Raum deutlich kleiner.

Bei der farblichen Veränderung des Badezimmers sind psychologische Prinzipien für den Wohlfühleffekt wichtig: Blautöne assoziieren Himmel und Meer. Sie wirken kühl, aber ebenso erfrischend und eignen sich daher gut fürs Badezimmer. Gelb schafft eine heitere Atmosphäre, während Orange Geborgenheit vermittelt. Mit dominanten Farben wie Rot oder Schwarz sollten man nur sparsame Akzente setzen. Reine weiße Bäder sind zeitlos, wirken aber leicht steril und emotionslos. Dieser Farbleere kann man schon mit wenigen Farbtupfern bei Einrichtung und Badezimmeraccessoires entgegen wirken.

Im Bad werden 68 % des Trinkwassers verbraucht. Dies sollte bei einer Badsanierung unter ökologischen Aspekten berücksichtigt werden: Die Form der Wanne kann den Wasserverbrauch erheblich einschränken. Einhandmischer bei Wanne, Dusche und Waschbecken sorgen für eine wassersparende Regelung der Temperatur, die mit Thermostat-Armaturen vorab eingestellt wird. Luftsprudler an den Wasserhähnen mindern zusätzlich den Wasserausstoß, ohne den Druck zu senken. Früher gingen bei jedem Toilettenspülgang bis zu 12 Liter Wasser „den Bach runter“, die neuen Techniken spülen mit 4,5 Litern genauso effektiv. Zuletzt vermindern heutzutage schmutzabweisende Oberflächen den Einsatz von aggressiven Reinigungsmitteln. Zwar sind Wasser sparende Sanitärobjekte in der Anschaffung manchmal etwas teurer, aber langfristig werden Geldbeutel und Umwelt geschont.

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