Rauchmelder retten Leben!

Nach einem anstrengenden Tag ist es schnell passiert: Mit der Zigarette schläft man, in die Polyesterdecke gekuschelt, erschöpft ein - mit lebensbedrohlichen Folgen für sich und seine Mitmenschen! Foto: www.Rauchmelder-Lebensretter.de
Nach einem anstrengenden Tag ist es schnell passiert: Mit der Zigarette schläft man, in die Polyesterdecke gekuschelt, erschöpft ein - mit lebensbedrohlichen Folgen für sich und seine Mitmenschen! Foto: www.Rauchmelder-Lebensretter.de

(sl). Jahr für Jahr zieht die Feuerwehr eine schreckliche Bilanz: Brandgefahr im Haushalt. Doch Mieter und Eigenheimbesitzer sind in Sachen Brandschutzvorsorge auf sich gestellt.

Unachtsamkeit oder defekte Leitungen führen zu 200.000 mehr oder minder großen Bränden in privaten Haushalten. Im Klartext: Für 200.000 Haushalte ist ein akutes Gefährdungspotential vorhanden. Hauptursachen für diese traurige Bilanz sind defekte, überalterte Elektrogeräte, Fahrlässigkeit im Umgang mit möglichen Gefahrenquellen und unbeobachtet mit Feuer spielende Kinder. Jedes Mal, wenn es in einem Haushalt brennt, sind alle Hausbewohner potentiell gefährdet, Opfer einer Brandkatastrophe zu werden. Bei Berechnung der Bilanz heißt das: Bei 200.000 Bränden wären jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen gefährdet.

Es gibt in Deutschland leider keine gesetzliche Regelung für die Installation von Rauchmeldern in Privathaushalten, wie beispielsweise in den USA oder in England, wo Wohnungsbrände seltener fatal enden. Obwohl einige Organisationen, wie beispielsweise die Kinderkommission des Deutschen Bundesstages, seit langem eine gesetzliche Regelung fordern, sind die Bürger in Sachen Brandschutzvorsorge im Haushalt nach wie vor selbst verantwortlich. Viele Menschen sind bereits durch die Aufklärungsarbeit der Feuerwehren und die Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ sensibel für Brandgefahren geworden - aber wer weiß schon, wie sorgsam sein Nachbar mit möglichen Gefahrenquellen umgeht.

Die meisten Brände in deutschen Haushalten entstehen, weil die Menschen in gewohnter Atmosphäre ihre Überlebensinstinkte zugunsten der Bequemlichkeit einfach ausblenden. Vergessene Herdplatten, schmorende Zigarettenglut und Streichhölzer in Kinderhand beweisen, dass Menschen zu Hause einfach nicht gut genug auf sich aufpassen. Auslöser für die millionenschweren Katastrophen sind oft Bagatellen: umgefallene Kerzen, billige Elektrogeräte aus Fernost und Wärmestaus im Stand-by-Betrieb von Einbaugeräten. Besonders gefährlich sind Schwelbrände, deren giftige Dämpfe sich lautlos ausbreiten. Nachts haben die Opfer keine Chance, sie ersticken im Schlaf ohne aufzuwachen. Giftige Dämpfe entwickeln sich bereits beim Verschwelen einer herkömmlichen Wohnungseinrichtung und nicht, wie meistens angenommen, nur beim Verbrennen von Farben, Lacken und Reinigungsmitteln.

„Schäden an Leben und Besitz könnten durch die Installation von Rauchmeldern in vielen Fällen vermieden werden“, bestätigt Landesbranddirektor Albrecht Broemme, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Durch das laute akustische Signal werden alle Hausbewohner rechzeitig gewarnt und gewinnen so wertvolle Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder sind ungefähr so groß wie eine Kaffeetasse, batteriebetrieben und leicht montierbar. Das lebensrettende Gerät funktioniert nach dem photo-optischen Prinzip: Wird der permanente Lichtstrahl in der Messkammer des Rauchmelders durch einströmenden Rauch unterbrochen, meldet das Gerät die Gefahr mit einem unüberhörbaren Signalton. Schon ein Rauchmelder im Flur bietet einen Mindestschutz. Besser wäre es, Rauchmelder in allen Zimmern zu installieren. Nur in Küche und Bad haben Rauchmelder nichts zu suchen. Dort würde es durch den Wasserdampf regelmäßig zu Fehlalarmen kommen.

Verbraucher sollten beim Kauf auf einen VdS-geprüften Rauchmelder achten. VdS steht für „Verband der Sachversicherer“, der Hauptaufgabenbereich des Unternehmens liegt im Prüfen und Zertifizieren von Produkten und Dienstleistungen des Sicherheitsmarktes mit dem Hauptaugenmerk auf Brandschutz und Einbruchdiebstahlschutz. Lebensrettende VdS-geprüfte Rauchmelder sind unter 50.- Euro im Elektro-Fachhandel zu haben.
Bei Fragen zum vorbeugenden Brandschutz stehen die örtlichen Feuerwehren immer gerne zur Verfügung. Viele Informationen zum Thema bietet auch die Website www.Rauchmelder-Lebensretter.de der bundesweiten Aufklärungskampagne

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