Mit Hilfe der Natur sein Eigenheim dämmen

Auch bei bereits ausgebauten Dachgeschossen kann nachträglich eine zuverlässige Dämmung durch Dämmkeile vorgenommen werden. Foto: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG, Gladbeck
Auch bei bereits ausgebauten Dachgeschossen kann nachträglich eine zuverlässige Dämmung durch Dämmkeile vorgenommen werden. Foto: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG, Gladbeck

(sl). Die neue Energiesparverordnung, die Anfang 2002 in Kraft tritt, schreibt deutlich engere Grenzwerte für den Energieverbrauch von Neu- und Altbauten vor. Gerade bei Altbauten empfiehlt sich da eine nachträgliche Dämmung. Da viele dieser Umbauten zur Wärmedämmung von Bund und Ländern gefördert werden, ist es lohneswert, sich vor Baubeginn über mögliche Zuschüsse zu informieren.

Viele Hersteller bieten sowohl dem Profi als auch dem Hobby-Handwerker Anleitungen und Material, um die eigenen vier Wände - dauerhaft funktionssicher und allen baulichen Anforderungen genügend - zu dämmen. Eine Zwischensparren-Dämmung beispielsweise lässt sich problemlos selbst durchführen. Die Eigenleistung spart dabei bares Geld.

Doch längst spielt nicht nur die pure Wärmedämmung eine Rolle. Viele Bauherren legen Wert auf eine gesunde Wohnumwelt. Doch gerade in Dämmmaterialien können eine Vielzahl von Schadstoffen lauern. Fachleute empfehlen umweltverträgliche Materialien wie Hanf, Flachs, Wolle, Zellulose, Holzfasern, Blähton oder Perlit-Gestein, die allesamt eine sehr gute Wärmedämmung garantieren.
Solche Naturfaser-Dämmstoffe haben gegenüber mineralischer Dämmwolle viele Vorteile. Zum Beispiel nehmen solche Stoffe Feuchtigkeit gut auf, schützen so die Wandkonstruktion und sorgen außerdem für ein angenehmes Raumklima. Aufgrund der größeren thermischen Speichermasse bieten sie im Sommer einen besseren Wärmeschutz. Schädliche Ausdünstungen durch Faserklebstoffe oder Juckreiz bei der Verarbeitung gehören der Vergangenheit an.

Aus Flachs- und Hanfpflanzen werden erst seit wenigen Jahren industrielle Dämmstoffe hergestellt. Flachs ist besonders brandhemmend und schimmelresistent. Als nachwachsender Dämmstoff lässt er sich gut zu Rollen und Matten verarbeiten. Schurwolle ist frei von gesundheitsschädigenden Zusätzen, verrottungssicher und kann ein Drittel ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen ohne ihre Wärmedämmfähigkeit einzubüßen.
Blähton isoliert Wärme und Schall im Fußbodenbereich. Die kleinen Tonkügelchen sind porös, luftdurchlässig, druckfest und leicht. Sie eignen sich auch gut für feuchtigkeitsempfindliche Bereiche wie Keller oder Holzbalkendecken.

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