Kriterien für den Kauf von Holzmöbeln

Die Zeiten der Raum erdrückenden Eiche-rustikal-Schrankwand sind vorbei: Helles Holz unterstreicht warme Töne und sorgt für harmonische Gemütlichkeit. Foto: hülsta-werke Hüls GmbH & Co. KG, Stadtlohn
Die Zeiten der Raum erdrückenden Eiche-rustikal-Schrankwand sind vorbei: Helles Holz unterstreicht warme Töne und sorgt für harmonische Gemütlichkeit. Foto: hülsta-werke Hüls GmbH & Co. KG, Stadtlohn

(sl). Holzmöbel sollten vor dem Kauf genauestens unter die Lupe genommen werden. Langlebigkeit und Qualität sind die größten Kriterien beim Möbelkauf. Die Wegwerf-Mentalität ist schon lange out. Gefragt sind Möbel, die jahrzehntelang halten - vorzugsweise aus Massivholz. Doch wie erkennt man als Laie hochwertige Holzmöbel?

Holz bedeutet nämlich leider nicht automatisch Qualität. Ein paar Gedanken, die man sich vor dem Einkaufsbummel über Holzmöbel machen sollte, schützten vor späteren Enttäuschungen.
Zuerst sollte man überlegen, aus welchem Holz das neue Möbelstück sein sollte. Man unterscheidet: Hartholz und Weichholz sowie eine Unterteilung der Oberflächen in gewachste/geölte Oberflächen und lackierte Oberflächen:

  • Hartholz: Harthölzer werden bei starken Beanspruchungen verwendet, zum Beispiel bei Tischplatten. Eiche, Buche und Erle sind die gebräuchlichsten Harthölzer. Die Eiche ist das widerstandsfähigste heimische Holz und in einer breiten Farbauswahl zu finden. Das für Möbel verwendete Erlenholz kommt vorwiegend aus Nordamerika und hat einen warmen rötlichen Farbton. Buche hat dagegen von Natur aus helleres Holz. Im Trend liegt getöntes Buchenholz, die natürliche Färbung wird dabei verstärkt.
  • Weichholz: Weichhölzer lassen sich gut bearbeiten, färben und beizen. Zu den Weichhölzern zählen Fichte und Kiefer. Diese Holzsorten sind verhältnismäßig günstig, unter anderem weil sie schnell wachsen. Wie der Name schon sagt, ist das Holz weicher und dadurch nicht ganz so belastbar wie das Hartholz.
    Eine besondere Kategorie bilden die Edelhölzer, die sowohl Weich- als auch Hartholz sein können. Edelhölzer sind sehr hochwertig und teuer. Deshalb werden zum Beispiel Kirsch- und Nussbaumholz vor allem zu Furnieren und weniger zu Massivholzmöbeln verarbeitet.
  • Gewachste/geölte Flächen: Die Behandlung betont die Struktur des Holzes. Eventuelle Schäden können einfach behoben werden. Allerdings sind die Oberflächen empfindlich gegen Verschmutzungen.
  • Lackierte Oberflächen: Die Palette an Lacken reicht von stumpfmatt bis hochglänzend. Alle sind sehr schmutzabweisend. Es gibt heutzutage Lacke, die extrem hitzebeständig und kratzfest sind - ideale Voraussetzungen bei Tischen und Küchenmöbeln. Schadstellen können bei lackierten Oberflächen nur mit relativ viel Aufwand beseitigt werden.

Bei der Qualität von Massivholzmöbeln gibt es gravierende Unterschiede. Deshalb: Augen auf beim Möbelkauf! Anhand von ein paar einfachen Kriterien trennt sich schon die Spreu vom Weizen. Gute Qualität heißt: Keine offenen Leimfugen, keine Kittstellen an Sichtflächen, ohne Hobel- und Sägespuren. Dann kann man sicher sein, von seinen Holzmöbeln auch langfristig etwas zu haben.

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