Keller erweitern den Lebens(t)raum

Ein Keller bietet ausreichend und wohnlichen Platz für Jung und Alt. Foto: Initiative Pro Keller, Friedberg
Ein Keller bietet ausreichend und wohnlichen Platz für Jung und Alt. Foto: Initiative Pro Keller, Friedberg

(sl). Bauherren müssen vielfältige Entscheidungen fällen. Einige sind nachträglich nicht mehr zu ändern, wie die Entscheidung für oder gegen einen Keller. Eine gründliche Planung des Hauses schließt auch die Planung des Untergeschosses mit ein. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Kellerräume dunkle, feuchte und muffige Gewölbe waren, wo Sperrmüll gehortet und Einmachgläser gelagert wurden. Neben der typischen Verwendung als Hobbyraum und Waschküche, gewinnt der Keller heutzutage vor allem als zusätzlicher Wohnraum immer mehr an Bedeutung.

Bauen ist teuer. Da heißt es, die Kosten im Griff haben. Am meisten spart, wer sein Raumprogramm kritisch überprüft. Wie viel Fläche braucht man wirklich, was sind nur Träume? Können Räume im teuren Obergeschoss kleiner ausfallen, wenn Ausweichflächen im preiswerten Untergeschoss zur Verfügung stehen?

Argumente für ein Kellergeschoss sind:

  • Wertentwicklung der Immobilie steigt
  • Optimale Ausnutzung des Grundstücks; wichtig gerade bei hohen Baulandpreisen und starker Flächenversiegelung
  • Eine im Keller liegende Einliegerwohnung senkt die monatlichen Belastungen durch Mieteinnahmen erheblich und bringt Steuerersparnisse durch erhöhte steuerliche Abschreibungen
  • Zusätzliche Wohnräume zur Erfüllung von Wohnträumen: Endlich Platz für die Modelleisenbahn, das eigene Fitnessstudio, den Partykeller und und und...

Die Wohnqualität eines Eigenheimes steigt mit Nebenräumen im Untergeschoss für Spiel, Arbeiten und Hobby. Als Rumpelkammer ist der Keller viel zu schade. In hellen, freundlichen Kellerräumen könnten Entspannungsoasen mit Sauna, Fitness- oder Wellnesseinrichtungen liegen. Ein großes Spielzimmer hilft Kindern, trübe und kalte Regentage zu überbrücken. Kinder- und Erwachsenenfeste stören die Nachbarn nicht. Im Hauswirtschaftsraum dürfen angefangene Arbeiten bei Unterbrechungen liegen bleiben, ein Arbeitszimmer bietet die nötige Ruhe für Fortbildung und Telearbeit.

Jedoch müssen bestimmte baurechtliche Auflagen erfüllt werden, soll der Keller als Wohnraum genutzt werden:

  • Ausreichende Wärmedämmung
  • Ausreichender Lichteinfall durch große Fenster
  • Böschungsabschrägung von 45 Grad bei Fenstern unterhalb der Geländeoberkante
  • Einhaltung der Mindestraumhöhe von mindestens 230 cm

Diese Auflagen sind unabhängig von der Konstruktionsform des Kellers ohne weiteres zu erfüllen. Eine höherwertige Nutzung, besonders bei der Frage nach beheizbaren Räumen, sollte immer eingeplant werden, auch wenn sie zunächst nicht vorgesehen ist. Das spätere Nachrüsten von Böden und Wänden im Kellergeschoss ist sehr aufwendig und kostenintensiver.

Von der Initiative Pro Keller gibt es eine Broschüre „Argumente - zum Haus gehört ein Untergeschoss“, die aufzeigt, welche Möglichkeiten im Keller stecken. Zusätzlich enthält sie wertvolle Tipps zur Kelleraufwertung und weist auf wirtschaftliche und ökologische Aspekte hin. Die Broschüre unterstützt Planer und Bauunternehmer bei Beratungsgesprächen und dient Bauherren als Entscheidungshilfe. Die Broschüre „Argumente - zum Haus gehört ein Untergeschoss“ stellt die Initiative Pro Keller e.V. kostenlos zur Verfügung. Weitere Informationen im Internet unter www.prokeller.de.

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