Einliegerwohnung im Keller erleichtert die Hausfinanzierung

Ausweichflächen im Untergeschoss vereinfachen das Familienleben. Arbeit und Hobby machen mehr Spaß, wenn genügend Raum zur Verfügung steht. Foto: Initiative Pro Keller
Ausweichflächen im Untergeschoss vereinfachen das Familienleben. Arbeit und Hobby machen mehr Spaß, wenn genügend Raum zur Verfügung steht. Foto: Initiative Pro Keller

(sl). Eine Einliegerwohnung erleichtert die Finanzierung des Eigenheimes. Ihre Baukosten lassen sich nicht nur steuerlich absetzen. Erfüllen Häuser die Förderrichtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), vergibt diese zusätzlich zinsgünstige Darlehen für jede Wohneinheit. Bauherren, die eine Einliegerwohnung im Haus ausweisen, erhalten damit die doppelten Fördergelder. Um die Baukosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, könnte die Einliegerwohnung im Keller liegen.

Jeder Bauherr sollte frühzeitig überlegen, ob er eine Einliegerwohnung im Untergeschoss abteilen kann. Neben den zusätzlichen steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten fördert die KfW Gebäude, die die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich unterschreiten, mit hohen zinsgünstigen Darlehen. Überschreitet der Jahres-Primärenergiebedarf nicht 60 kWh/m²a, erhalten Bauherren € 30.000.- je Wohneinheit. Liegt der Jahres-Primärenergiebedarf bei maximal 40 kWh/m²a, betragen die Darlehen sogar € 50.000.- je Wohneinheit. Bei Häusern mit einer Einliegerwohnung greift demnach die Förderung gleich zweimal.

Voraussetzung für eine Einliegerwohnung im Untergeschoss sind allerdings ausreichende Belichtung (Hochkeller oder tiefe Böschungen), Wärmedämmung und Heizung. Niedrigenergiehäuser sollten – unabhängig von den Finanzierungsvorteilen – immer wärmegedämmte Keller haben, da ungedämmte Keller die Nutzung stark einschränken und sich wärmegedämmte Keller günstig auf den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf auswirken, der sich ja auf den Quadratmeter beheizbarer Fläche bezieht.

Liegt die Heizung im wärmegedämmten Keller, kommen die Verluste der Heizungsanlage weitgehend dem Haus zugute. Die EnEV berücksichtigt dies, indem sie von entsprechend geringeren Heizwärmeverlusten ausgeht (Anlagenaufwandszahl). Wärmegedämmte Keller sind wirtschaftlich, weil die Dämmung der erdberührter Bauteile dünner ausfallen kann, wirkt doch das Erdreich wie eine Dämmschicht. Zusätzlich verringert der wärmegedämmte, ausreichend beheizte Keller die Gefahr von Schwitzwasser (der Fachmann spricht von Tauwasserniederschlag) auf kalten Oberflächen. Das schützt gegen Schimmelbildung und sorgt für eine saubere Raumluft ohne Kellermief.

Das Unternehmen Velle Bau GmbH berät Sie gerne.

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