Eigene Sauna ist Goldes wert

Eigene Sauna ist Goldes wert

(sl). Anlässlich der Olympischen Spiele wurde 1936 die erste deutsche Sauna in Berlin eröffnet. Bis heute sind von der aus Finnland stammenden Sauna mehr als 950.000 Saunakabinen in deutschen Privathäusern eingebaut worden.

Eine Sauna kann nahezu in jedem Haus eingebaut werden. Kellerräume, Bad, Garage und Nebengebäude bieten sich für den unkomplizierten Einbau an. Die Saunakabine kann sogar in einer Schräge auf dem Dachboden angepasst werden. Für eine Kabine für vier Personen genügen schon vier bis fünf Quadratmeter freie Fläche. Die Raumhöhe beträgt etwa 2,00 bis 2,10 m. Für den Abkühlteil rechnet man etwa drei Quadratmeter. Idealerweise sollte man eine Saunakabine in eine Raumecke platzieren. Zur Wand hin ist ein Abstand von mindestens 5 cm einzuhalten. Der Abstand zwischen Saunadecke und Raumdecke sollte noch mindestens 10 cm betragen. Die Abluft muss durch einen Mauerdurchbruch ins Freie gelangen können, während die Zuluft aus einem belüftbaren Vorraum bezogen werden kann. Als Fußboden empfiehlt sich ein Zementglattstrich, Estrich, Klinkerbelag oder rutschfreie Fliesen. Ein Bodenablauf ist nicht erforderlich.

Die Saunakabine wird in zwei grundsätzliche Konstruktionen unterschieden:

  1. Die Elementsauna-Anlage: Sie ist mit einem Wandaufbau aus Nut- und Federnhölzern mit zwischenliegenden Isolierungen, der Innenbekleidung aus Brettern, die mindestens 12 mm dick sind, ausgestattet.
  2. Die Sauna in Massivholzbauweise: Sie ist mit Wänden und Decken aus mindestens 50 mm dicken Holzbohlen im Verbund gebaut.

Saunakabinen werden aus nordischer Fichte, Hemlock und Fichte-Tanne, Bänke aus Abachi- oder Pappelholz hergestellt. Die Sitz- und Liegebänke sollten mindestens 55 cm breit und 175 cm lang sein. Die Verschraubungen müssen unbedingt verdeckt angebracht werden, da sonst unangenehme Verletzungen drohen.

Das Saunaheizgerät benötigt in der Regel einen 400-Volt-Anschluss. Für kleinere Sauna-Anlagen kann auch ein 230 Volt-Heizgerät angeschlossen werden. Die Sauna-Innenleuchte muss spritzwassergeschützt sein. Um Unfällen vorzubeugen, benötigt der Saunaofen eine VDE-geprüfte Schalteinrichtung mit Temperaturregelung und einem Sicherheitstemperaturbegrenzer, der bei 140° C das Heizgerät automatisch ausschaltet.

Neben der Sauna sollte in unmittelbarer Nähe Platz für eine Dusche oder sogar den Wasserbottich mit kaltem Wasser zur Abkühlung und Wechselbad sein, der den See, den die Finnen meist vor der Haustür haben, ersetzt.

Einen ersten Überblick bietet der empfehlenswerte Einkaufsführer „Sauna, Sonne, Wasser“, der beim Deutschen Sauna-Bund, Kavalleriestraße 9 in 33602 Bielefeld, gegen Einsendung von 2,04 € (4.- DM) in Briefmarken angefordert werden kann.

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